Aus Liebe zum Produkt

Regina Schenuit
Regina Schenuit

Der Betrieb eines ökologischen Landbaus ist Grundeinstellung und Leidenschaft zugleich. Mehr Aufwand und dadurch höhere Kosten machen sich bezahlt.

Blumenwiese

Ökologischer Landbau

Der Grundgedanke des ökologischen Landbaus ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Der Betrieb soll möglichst als geschlossener Kreislauf bewirtschaftet werden. Dies bedeutet, dass die Futter- und Nährstoffgrundlage im eigenen Betrieb geschaffen wird. Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen und eine artgemäße Tierhaltung sind wichtige Ziele im ökologischen Landbau.


Ökologischer Landbau auf dem Biohof Schenuit

 

Tierhaltung

Unsere Tiere werden im Herdenverband gehalten, von Mai bis Oktober auf der Weide und im Winter in strohgestreuten Laufställen. Kuh und Kalb bleiben für acht Monate zusammen, dabei bildet die Muttermilch die Hauptnahrung für das Kalb.

 

Fütterung

Unsere Tiere werden ausschließlich mit ökologisch erzeugtem Futter gefüttert. Den Sommer verbringen die Tiere auf der Weide. Während der Winterzeit füttern wir Grassilage und Heu aus eigenem Anbau. Lediglich Getreide und Zuckerrübenschnitzel werden von einem ökologischen wirtschaftenden Berufskollegen zugekauft.


Flächenbewirtschaftung

Auf unseren landwirtschaftlichen Flächen verzichten wir auf den Einsatz von Herbiziden und Mineraldüngern. Die Unkrautbekämpfung erfolgt auf mechanische Weise durch Striegeln und Hacken.


Die Produktion von Biofleisch

Die folgenden Infos stammen von der ökologischen Anbaugemeinschaft Bioland, welcher auch der Biohof Schenuit angehört. Die Richtlinien von Bioland bieten wir Ihnen auch als Download an:

 

Unersetzbar: Multitalent Rind

Zur Rinderhaltung gehören die Fleisch- und die Milcherzeugung. Das Fleisch stammt von Kühen, Bullen, Färsen (weibliche Jungrinder) und Ochsen. Kalbfleisch nimmt eine Sonderstellung ein. Die biologische Bullenmast unterscheidet sich deutlich von der konventionellen Mast. So bekommen konventionelle Bullen zum Fressen Maissilage und Sojaschrot, ihre biologischen „Kollegen“ Kleegras und Getreideschrot. Die Mutterkuhhaltung hingegen wird nicht nur im Biolandbau extensiv und naturnah praktiziert. Hierbei werden die Kälber von der Mutter aufgezogen und laufen in der Herde mit.

 

Familienbande: Schonende Kälberaufzucht

Biomutterkühe kalben meist im Frühling in der Herde. Bei der Mutterkuhhaltung bleibt das Kalb neun Monate bei der Kuh. Danach wird es entweder geschlachtet und als Kalbfleisch vermarktet oder als Bulle weitergemästet. Meist verbringen die Mutterkühe ab April den gesamten Sommer auf der Weide, den Winter hingegen in einem großzügig bemessenen Laufstall mit Stroheinstreu. Auch die männlichen Kälber der Milchkühe werden gemästet, während die meisten weiblichen Kälber in die „Fußstapfen“ ihrer Mütter treten. In der Gruppe wachsen die Kälber im Stall oder draußen in Kälberhütten auf.

 

Vollwerternährung: Weide und Kraftfutter

Biorinder haben immer ausreichend Ruhe- und Bewegungsraum, Tageslicht im Stall, umfassenden Stallkomfort und auch bei Anbindehaltung (bis 2010 in Ausnahmen zulässig) regelmäßigen Auslauf. Den Sommer verbringen sie meist auf der Weide, einige haben direkt am Stall einen Auslauf. Bei Bioland hat Weidegang absoluten Vorrang. Ein Rind frisst im Sommer täglich 60 bis 80 kg Gras, im Winter Heu und Silage. Die Kälber werden mit Milch und hofeigenem Grund- (Grassilage, Heu) und Kraftfutter (Getreide und Leguminosen) versorgt. Pro Tier und Tag verfüttern Biobauern an ihre Rinder bis zu 2 kg eines aus Getreide, Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen oder Ölkuchen gemischten Kraftfutters. Bioland hat als erster Bioanbauverband nur noch 100% Biofutter zugelassen.

 

Biorindfleisch: Auch konventionell vermarket

Entsprechend seiner Qualität wird Biorindfleisch als Frischfleisch vermarktet (v.a. Ochsen, Färsen, Jungkühe) oder zur Verarbeitung (Altkühe) genutzt. Allerdings gibt es kaum noch Schlachthöfe in den Regionen; nur wenige sind biozertifiziert. Dies zwingt viele Biobauern, ihre Biotiere konventionell zu vermarkten.

 

Extrainfos

Rinder sind ein zentrales Glied des ökologischen Landbaus. Sie liefern hochwertigen Dünger für den biologischen Pflanzenbau. Zugleich trägt die biologische Rindermast aufgrund der geringeren Viehzahl je Hektar Grünland und der bedarfsgerechten Nährstoffversorgung der Böden zum Erhalt wertvoller Kulturlandschaften bei. Als Wiederkäuer können Rinder Gras und Klee verwerten und in ein hochwertiges Lebensmittel "verwandeln". Dies ermöglicht die Nutzung von Hanglagen, Standorten mit mageren Böden, Flussniederungen usw., die ackerbaulich nicht genutzt werden können. Durch die Rinderhaltung kommen diese benachteiligten Flächen dennoch der menschlichen Ernährung zugute. Naturschutzgebiete und ihre Tier- und Pflanzenarten profitieren ebenfalls.

 

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Flyer Biohof Schenuit